Warum Immobilienentwickler digitale Services bei ihren Projekten einplanen sollten

Digitale Verwerfungen im Immobilienmarkt

Für Immobilienentwickler bieten sich durch die Digitalisierung der Immobilienbranche große Chancen für eine substantielle Erhöhung ihrer Projektrendite. Es sind dabei die Erwartungen von Käufern und Mietern, die die Digitalisierung vor allem antreiben. Der digitale Lebenstil mit dem Versprechen hoher Verfügbarkeit, schneller Kommunikation und direkter Einflussnahme soll auch zuhause und am Arbeitsplatz umgesetzt sein. So sagen 90% der Mieter und Wohnungseigentümer in Kundenbefragungen, dass eine Applikation zu ihrem Miet- bzw. Kaufobjekt erwünscht bis sehr erwünscht ist (Quelle: Mobiliar Lab für Analytik, ETH Zürich).

 

Sind Immobilienentwickler darauf eingestellt?

Immobilienunternehmen verstehen, dass digitale Lösungen sowohl aus Mehrwert-, als auch aus Effizienz- und Transparenzsicht das Potential mit sich bringen, die Branche fundamental zu verändern.  Projektentwickler, die naturgemäss am Anfang einer Immobilienentwicklung stehen, sind bestens aufgestellt diese Evolution hin zu digitalen Immobilien zu gestalten. So wie der Immobilienentwickler und Generalunternehmer Losinger Marazzi, der zur weltweit tätigen Bouygues Gruppe zählt. „Wir wollen, dass unsere Quartiere und Bürogebäude vernetzt, sozial ausgewogen und energieeffizient sind. Dabei helfen uns digitale Dienste ganz entscheidend. Wir setzen jetzt seit einem Jahr die digitale Plattform Allthings bei den meisten Neubauten und Renovationen ein“, sagt Benoît Demierre, Regionaldirektor und Mitglied der Geschäftsleitung von Losinger Marazzi AG.


Sechs Gründe, warum Projektentwickler profitieren

Für Projektentwickler macht der Einsatz einer digitalen Service-Plattform wie Allthings besonders viel Sinn, der Nutzen entsteht in diesen sechs Bereichen:

(1) Digitale Mehrwertdienste sorgen für ein besseres lokales Leben

Immobilienprojekte – ob Neubauten oder bei Umwidmungen oder Revitalisierungen – werden heute wie Markenprodukte professionell konzipiert und vermarktet. Mit digitalen Diensten ausgerüstete Liegenschaften machen diese Positionierung in der Betriebszeit durch zahlreiche kleine Dienste manifest: Marktplätze, Leihplätze, digitale Angebote von einliegenden Geschäften, digitale Dokumentation des Objektes etc. sorgen für ein besseres lokales Leben. Dass die Kunden und Bewohner das begrüßen und lebhaft unterstützen, zeigen einige Kennzahlen bei Allthings Implementierungen: bis zu 95% der Nutzer registrieren sich auf der App und nutzen diese im Schnitt jeden zweiten Tag, 80% davon greifen über mobile Endgeräte auf die digitalen Informationen zu ihrem Zuhause zu.

(2) Effiziente Erstmängelbehebung vermeidet Frust und Imageschäden

Ein digitales Service Center mit eingebautem Ticketing-System nimmt Vorfälle schnell und strukturiert auf und hilft in der schnellen, effizienten und qualitativ hochwertigen Bearbeitung, wodurch nachgelagerte Beschwerden vermieden werden und die Zufriedenheit steigt. Bei Losinger Marazzi werden über 90% der Reparatur-Anfragen auf digitalem Wege über die App erhalten und verarbeitet. Alle wurden sofort kategorisiert und entweder automatisch verarbeitet oder an die richtige Stelle weitergeleitet und gesteuert

(3) Transparente, geschützte Kommunikation für vertrauensvollen Umgang miteinander

Statt die lokale Community und Kommunikation in einer Liegenschaft fremden und kaum zu beeinflussenden Services wie WhatsApp oder Facebook zu überlassen, ermöglicht eine vom Immobilienentwickler schon beim Erstbezug bereitgestellte Plattform, die Kommunikation innerhalb der Immobilie nahe an sich heranzuziehen, in konstruktive Bahnen zu lenken und positiv zu gestalten. Bei einem von Losinger Marazzi ausgestatteten Gebäude wurden über 1500 User-Posts innerhalb weniger Monate gepostet. Diese geben direkte Hinweise auf das, was im Gebäude läuft und gegebenenfalls mit einfachen Maßnahmen verbessert werden kann, um den wahrgenommenen Wert des Gebäudes weiter zu steigern.

(4) Einstieg in die Smart Home Zukunft leichtgemacht

Das Smart Home ist seit vielen Jahren ein Thema und hat sich aber bei Immobilienentwicklern noch nicht flächendeckend durchgesetzt. Eine digitale Plattform mit offenen Schnittstellen ermöglicht einen einfachen Einstieg sofort und dann die schrittweise Integration von smarter Gebäudetechnik – ohne sich schon jetzt auf einen Standard festlegen zu müssen. Integrierte, smarte Lösungen werden bereits heute eingesetzt wie zum Beispiel die integrierten Buchungsfunktionen von Ressourcen wie Meetingräumen oder Gästewohnungen oder die Einbindung einer Smart-Parking-Lösung.

(5) Nachhaltigkeit und Ökozertifikate leichter und günstiger erhalten

Ökozertifizierung bei Neubauten und Renovationen haben nachweisbar einen positiven Einfluss auf Immobilienwert, erzielbare Mieteinnahmen und Kosteneinsparungen. Bei den wichtigsten Zertifizierungssystemen sind Kommunikationsmaßnahmen gegenüber Bewohnern und Benutzern entscheidende Kriterien bei der Qualifizierung. Je nach Ökozertifizierung können bis zu 20% der erreichbaren Punkte erreicht werden, wenn digitale Kanäle vorhanden sind um Gebäudenutzer systematisch über Nachhaltigkeitsthemen zu informieren und aufzuklären.

(6) Transparenz erhöhen über das Leben in Gebäuden

Alle Aktivitäten auf den Applikationen sind anonym auswertbar und zeigen das Geschehen in der Blackbox Immobilie. Nur wer als Immobilienentwickler volle Transparenz hat, kann die Erkenntnisse für zukünftige Projekte nutzen. So wurden über 600’000 Datenpunkte in einem Jahr in einem Gebäudekomplex mit etwas mehr als 500 Wohnungen erhoben und in Bezug auf beispielsweise die Reaktionszeit der Verwaltung, die Ausfallhäufigkeit der elektrischen Geräte verschiedener Hersteller oder Verbesserungsvorschläge von Nutzern ausgewertet.

 

Positive Auswirkung auf die Entwicklerrendite

Die digitale Transformation der Immobilienbranche ist noch am Anfang, gleichwohl beschleunigt sie sich exponentiell. Die Frage für alle Immobilienunternehmen und insbesondere für Entwickler ist nicht, ob sie betroffen sein werden, sondern wann und wie sie sich gegenüber den zu erwartenden Verwerfungen positionieren und diese als Chance für neue Ertragsmodelle annehmen. Digitale Service-Plattformen wie Allthings geben Immobilienentwicklern die Möglichkeit, schon von Beginn an eine erweiterte digitale Lebenswelt rund um ihre Immobilien aufzubauen und zu vermarkten – mit deutlich positiven Auswirkungen auf die Entwicklerrendite.

Dirk Dittrich

Dirk Dittrich

Sales Director Germany der qipp AG

Kontakt: dirk.dittrich@allthings.me

Leave a Reply