Eine gemeinsame Sprache für eine zunehmend vernetzte Immobilienwirtschaft: Mit dem neuen „Wertschöpfungskonzept für die Bau- und Immobilienwirtschaft“ legen die gif e.V. und die gpti e.V. erstmals gemeinsam einen Referenzrahmen vor, der die Wertschöpfung rund um die Immobilie ganzheitlich betrachtet.
Die Immobilienwirtschaft besteht aus zahlreichen Disziplinen, Unternehmen und Verantwortungsbereichen, die über den Lebenszyklus einer Immobilie eng miteinander verbunden sind. Gleichzeitig werden Prozesse, Informationen und Daten häufig innerhalb einzelner Bereiche betrachtet. Genau an dieser Schnittstelle setzt das gemeinsame Arbeitspapier an.
Statt einzelne Bereiche isoliert zu betrachten, führt das Wertschöpfungskonzept unterschiedliche Perspektiven in einem übergreifenden Modell zusammen. Dabei geht es nicht nur um die Abbildung von Prozessen, sondern auch um die Frage, wer an welcher Stelle welche Anforderungen hat, welche Informationen benötigt werden und wie daraus konkreter Nutzen entsteht.
Ein gemeinsamer Ausgangspunkt für die Branche
Das Konzept soll dabei nicht als starres Modell verstanden werden. Vielmehr schafft es eine gemeinsame Orientierung, an die unterschiedliche Unternehmen, Technologien und bestehende Standards anknüpfen können.
Gerade vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung gewinnt diese Perspektive an Bedeutung: Wenn Daten und Prozesse über Unternehmens- und Systemgrenzen hinweg zusammenspielen sollen, braucht es ein gemeinsames Verständnis darüber, wie die einzelnen Bereiche miteinander verbunden sind.
Neben der konzeptionellen Betrachtung enthält die Publikation deshalb auch einen Implementierungsleitfaden. Dieser soll Unternehm
en dabei unterstützen, den eigenen Status quo zu betrachten, relevante Schnittstellen zu identifizieren und erste konkrete Anwendungsfelder abzuleiten.
Ein weiterer Schritt der Zusammenarbeit
Für gpti und gif ist die Veröffentlichung zugleich ein Ergebnis ihrer gemeinsamen Arbeit und ein Ausgangspunkt für den weiteren Austausch innerhalb der Branche.
Das Wertschöpfungskonzept richtet sich an die zahlreichen Akteure entlang der Immobilienwertschöpfung und soll dazu beitragen, unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und den Dialog über die zukünftige Gestaltung der Branche zu fördern.

